| 04. Februar 2026 | Zurück zur Artikelübersicht » |
Im Schnelldurchgang erledigte der VfB Friedrichshafen am Mittwochabend seine Auswärtsaufgabe bei der FT 1844 Freiburg. Das Team von Cheftrainer Adam Swaczyna besiegte die Mannschaft aus dem Breisgau mit 3:0 (25:13, 25:17, 25:19). Im Rahmen einer geschlossenen Mannschaftsleistung stach vor allem der gebürtige Häfler Daniel Habermaas heraus – der MVP des Abends führte sein Team souverän zum Sieg.

Verdienter MVP gegen Freiburg: Zuspieler Daniel Habermaas | Bild: Alexander Hoth
Friedrichshafen und Freiburg teilten in dieser Bundesligapartie ein ähnliches Schicksal. Beide etatmäßigen Zuspieler – Aleksa Batak beim VfB und Fabian Hosch bei der FT – waren mit Rückenproblemen nicht einsatzfähig. Zudem fehlte bei den Häflern weiterhin Außenangreifer Tim Peter. Für Batak schickte VfB-Trainer Adam Swaczyna den jungen Daniel Habermaas auf das Feld. Neben Habermaas standen Simon Kohn, Jonas Van Huizen, Marcus Böhme, Gustavo Maciel, Parker Van Buren und Libero Lenny Graven auf der Platte.
Friedrichshafen startete mit viel Energie. Nach einem Block von Van Buren (3:0) und einem weiteren von Maciel (7:3) waren die Kräfteverhältnisse für diesen Abend früh geklärt. Die Häfler schlugen entweder direkte Asse (Van Huizen, 11:7) oder ließen dem Gegner keine Chance auf einen geordneten Angriff. Immer wenn sich die Gelegenheit zum Breakpunkt bot, fand Habermaas seine Angreifer (23:13). Nach 20 Minuten beendete Van Buren mit einem Ass den ersten Durchgang (25:13).
Die Dominanz der Gäste setzte sich auch im zweiten Satz fort. Als ein Hinterfeldangriff von Van Huizen kurz hinter der Drei-Meter-Linie der Freiburger einschlug (2:0), wurde es erstmals ruhiger in der sonst sehr lauten Act-Now-Halle. Böhme servierte zunächst ein Ass (10:6) und beeindruckte Freiburgs Anton Jung mit seinem Block offenbar so sehr, dass der Angreifer den Ball anschließend ins Netz setzte (16:11). Der 40-Jährige hatte damit aber noch nicht genug und schickte den nächsten Servicewinner über das Netz (20:13). Erneut setzte Van Buren den Schlusspunkt (25:17).
Nach nicht einmal einer Stunde ging es in die Zehn-Minuten-Pause, aus der Friedrichshafen wieder besser startete (2:0). Habermaas, den die Zuschauer später verdient zum MVP wählten, legte selbst einen Ball ins Feld der FT (11:8). Noch mehr über die Qualität seines Auftritts sagt jedoch die Angriffsquote seiner Mitspieler aus: In drei Sätzen machte die VfB-Offensive nur drei Fehler. Freiburg riskierte viel, wurde dafür aber nicht belohnt, während der Tabellenvierte vom Bodensee die Begegnung souverän zu Ende spielte. Corey Chavers kam noch zu seinem ersten Kurzeinsatz für seinen neuen Arbeitgeber. Mit 25:19 ging auch der dritte Satz an den VfB.
„Mich freut es sehr, dass wir nach dem schwierigen Spiel gegen Lüneburg heute mit Daniel Habermaas so eine Wende geschafft haben. Wir wissen, dass Freiburg gefährlich sein kann und schmutzige Lösungen sucht, aber das haben wir heute nicht zugelassen. Die Energie auf dem Feld und auf der Bank war heute sehr gut“, zeigte sich Cheftrainer Adam Swaczyna zufrieden. „Wir haben heute gut aufgeschlagen, Freiburg vom Netz ferngehalten und unseren Sideout stabil gespielt. Ich denke, wir waren heute körperlich präsenter und haben das genutzt. Natürlich hätte ich gern alle Spieler gesund zur Verfügung, aber es war gut, dass wir heute einigen Akteuren eine Pause geben konnten und trotzdem schnell die drei Punkte geholt haben. Kompliment an meine Mannschaft.“
Mit dem Sieg sicherte Friedrichshafen den vierten Tabellenplatz und machte durch die Punktverluste aller drei Spitzenteams etwas Boden nach oben gut. Bereits am Sonntag (8. Februar, 18 Uhr, Tickets unter zuhause-aufschlagen.de) schlägt Friedrichshafen in der heimischen SPACETECH ARENA gegen den ASV Dachau auf. Das Team von Cheftrainer Patrick Steuerwald sorgte am Mittwochabend für eine Überraschung und knöpfte dem Meister aus Berlin einen Punkt ab.