Dachau ist keine Hürde

08. Februar 2026 Zurück zur Artikelübersicht »

Der VfB Friedrichshafen holte sich am Sonntagabend drei weitere Punkte und festigte damit Rang vier in der Tabelle der Volleyball Bundesliga. Die Häfler bezwangen den Favoritenschreck ASV Dachau mit 3:1 (27:25, 25:17, 22:25, 25:15) und strauchelten lediglich im dritten Durchgang gegen zwischenzeitlich stark aufschlagende Bayern. Das Team um MVP Kyle Hobus ist bereits am Mittwoch wieder gefordert – dann in eigener Halle im CEV Volleyball Cup gegen Alterna SPVB Poitiers.

Corey Chavers kam zu einigen Minuten auf dem Feld | Bild: Alexander Hoth

Aleksa Batak war zwar zurück im Kader, nahm jedoch zunächst auf der Bank Platz. Nach der überzeugenden Leistung seines Vertreters Daniel Habermaas am vergangenen Mittwoch in Freiburg bestand für Cheftrainer Adam Swaczyna kein Anlass, auf der Zuspielposition zu wechseln. Für den verletzten Mittelblocker Gustavo Maciel rückte Louis Kunstmann zurück in die Starting Six. Zudem startete Swaczyna mit Simon Kohn, Vojin Cacic, Kyle Hobus und Libero Lenny Graven.

Die Gastgeber, unterstützt von Vertretern aller Häfler Narren und der Lumpenkapelle FötzlesBrass, erwischten den besseren Start (3:0), da vor allem die Abstimmung zwischen Habermaas und Kohn hervorragend funktionierte. Der Vier-Punkte-Vorsprung (8:4) aus der Anfangsphase schmolz jedoch, weil die Häfler ihre Aufschläge nicht konsequent ins Feld brachten und der ASV mit starkem Service Druck erzeugte (12:10). Mit einem Ass von Tobias Besenböck (14:15) übernahm Dachau sogar die Führung.

In einer Partie mit vielen Defensivaktionen auf beiden Seiten glich Friedrichshafen spät durch Kohn aus (20:20), Kunstmann blockte die ersten Satzbälle heraus (24:22). Weil Besenböck mit einem weiteren Ass ausglich (24:24), ging es in die Verlängerung – die erneut Kunstmann mit einem Block beendete (27:25).

Der knappe Satzerfolg schien Friedrichshafen zusätzlich zu beflügeln. Nach einem Kunstmann-Ass (5:3) verteilte Habermaas die Bälle variabel und fand immer wieder den späteren MVP Hobus im Angriff (12:7, 16:9). Neuzugang Corey Chavers kam als Aufschlagsjoker und demonstrierte die Wucht in seinem Schlagarm (19:13). Cacic setzte mit zwei druckvollen Aufschlägen den Dachauer Annahmeriegel unter Druck (23:14, 24:14). Drei Satzbälle wehrten die Bayern noch ab, ehe Hobus den Durchgang mit einem erfolgreichen Angriff beendete (25:17).

Friedrichshafen nahm Kurs auf die drei Punkte, doch Levi Olson stellte sich mit hohem Risiko im Aufschlag zunächst erfolgreich dagegen (5:8, 5:10). Die Mannschaft von Patrick Steuerwald griff nun ähnlich konsequent an wie im Hinspiel, als der VfB beim 3:2-Auswärtssieg nur zwei Punkte vom Bodensee entführen konnte (10:16, 12:19). Die Hausherren kämpften sich noch einmal heran (21:24), doch am Ende landete ein Rettungsversuch von Simon Kohn an der Hallendecke (22:25).

Der VfB verlor nicht nur den Satz, sondern auch Simon Kohn, der mit einer Oberschenkelverletzung behandelt werden musste. Chavers bekam daher unverhofft seine Chance, nutzte sie direkt mit einem Punkt zum 5:4 und zeigte kurz darauf auch seine Qualitäten im Block (10:8). Friedrichshafen fand zurück in die Spur – auch im Aufschlag (13:9). Habermaas setzte mit einem seiner insgesamt acht VfB-Blocks ein weiteres Ausrufezeichen (17:10) und ebnete damit den Weg zum Sieg. Kunstmann verwandelte schließlich den zweiten Matchball (25:15).

„Ich bin froh, dass wir heute die drei Punkte geholt haben. Es ist nicht einfach für die Mannschaft, weil auch die Formation von heute so noch nicht zusammengespielt hat und wir aufgrund des dichten Spielplans wenig Zeit zum Training haben“, sagte Cheftrainer Adam Swaczyna nach der Partie. „Dachau hat im dritten Satz viel riskiert, und wir haben ihnen mit einigen Fehlern geholfen. Insgesamt bin ich aber zufrieden mit der Leistung heute Abend.“