| 11. Februar 2026 | Zurück zur Artikelübersicht » |
Der Heimfluch für den VfB Friedrichshafen im CEV Volleyball Cup hält an. Am Mittwochabend verloren die Häfler ihr Hinspiel in der Playoffrunde gegen Alterna SPVB Poitiers mit 1:3 (23:25, 17:25, 25:21, 18:25) und müssen nun in einer Woche in Frankreich gewinnen, um sich über den Golden Set noch ins Viertelfinale zu spielen.

Friedrichshafen fand keine Mittel gegen Poitiers‘ Kevin Kobrine | Bild: Alexander Hoth
Mit seiner ersten Ballberührung schickte Louis Kunstmann gleich ein Ass auf die Seite der Franzosen (2:0). Die Häfler, die außerdem mit Marcus Böhme, Simon Kohn, Vojin Cacic, Parker Van Buren, Daniel Habermaas und Libero Lenny Graven ins Playoff-Hinspiel gingen, starteten mit viel Elan. Immer wieder suchte Zuspieler Habermaas Parker Van Buren und fand den jungen Amerikaner auch (6:4, 8:8). Friedrichshafen hatte die Partie zunächst unter Kontrolle – bis Poitiers Kevin Kobrine ins Spiel brachte.
Der ehemalige Freiburger Diagonalangreifer brachte einen schwierigen Angriff zur Gästeführung durch (12:13) und legte zwei direkte Aufschlagpunkte nach (12:15). Der VfB wirkte kurzzeitig von der Rolle, was sich unter anderem in Cacics Angriff an die Antenne zeigte (13:17). Kohn und Kunstmann blockten ihr Team wieder heran (15:18, 16:18), auch weil Cacic mit dem Aufschlag Druck machte. Dennoch erspielte sich Poitiers zwei Satzbälle, die Van Buren und Cacic zunächst abwehrten (23:24). Im nächsten Ballwechsel nutzten die Gäste jedoch ihre Chance und sicherten sich den Satz (23:25).
Friedrichshafen wollte weiterhin Druck mit dem Aufschlag machen, leistete sich jedoch zu viele Fehler (2:4, 3:6). Zudem lief Ex-Häfler Lukas Maase von der Linie zur Höchstform auf. Der deutsche Nationalspieler servierte ein Ass (10:14) und erhöhte weiter den Druck (10:16). Corey Chavers kam für Cacic, doch da waren die Franzosen bereits deutlich davongezogen (12:19) und sicherten sich souverän die 2:0-Satzführung (17:25).
Mit dem Rücken zur Wand lief es plötzlich besser für die Männer vom Bodensee. Chavers, der auf dem Feld blieb, schlug ein Ass zur Führung (6:5), Kohn legte nach (12:8). Poitiers kam zwar noch einmal heran, doch Uhrenholt, der im dritten Satz für Böhme ins Spiel kam, blockte Kobrines Angriff zum 21:19. Die Häfler blieben stabil und verteidigten ihren knappen Vorsprung, den Chavers sogar noch ausbauen konnte (23:20). Simon Kohn machte schließlich den Deckel drauf (24:21, 25:21).
Den frischen Wind im Häfler Spiel erstickten die Gäste allerdings im vierten Durchgang früh im Keim. Mit starken Aufschlägen gingen die Franzosen 5:0 in Führung. Kohns Ass (4:7) verkürzte zwar noch einmal, doch die Aufschlagfehler der Heimmannschaft verhinderten eine größere Aufholjagd. Auch die Einwechslungen von Simon Uhrenholt und Kyle Hobus brachten keine entscheidende Wende. Mit starker Defensive und viel Druck von der Linie holte sich Poitiers den vierten Satz und damit den Auswärtssieg (18:25).
„Wir hätten heute sicher besser spielen können. Wenn du so viele einfache Fehler machst, ist es gegen eine Mannschaft wie Poitiers schwierig“, sagte Cheftrainer Adam Swaczyna nach dem Spiel. „Poitiers hatte heute mehr Erfahrung auf dem Feld, das hat man gespürt. Wir hätten auf einem höheren Level spielen müssen, um eine Chance auf den Sieg zu haben. Daran werden wir bis zum Rückspiel arbeiten.“
Im Rückspiel hat der VfB in einer Woche die Chance, sich mit einem 3:0- oder 3:1-Sieg in Frankreich erneut in den Golden Set zu kämpfen. Bei allen anderen Ergebnissen ziehen die Franzosen ins Viertelfinale des CEV Volleyball Cups ein. Zunächst geht es jedoch in der Bundesliga weiter: Am Sonntag trifft das Team von Kapitän Aleksa Batak auswärts auf die Baden Volleys SSC Karlsruhe.