| 13. Februar 2026 | Zurück zur Artikelübersicht » |
Für den VfB Friedrichshafen ist das Auswärtsspiel bei den Baden Volleys SSC Karlsruhe am kommenden Sonntag (15. Februar, 17 Uhr, live bei Dyn) weit mehr als ein gewöhnlicher Bundesligatermin. Es ist der Auftakt in eine intensive Woche zwischen Ligaalltag und CEV Volleyball Cup.

Im Hinspiel gab es ein glattes 3:0 für den VfB | Bild: Alexander Hoth
Die Anreise nach Karlsruhe ist mit rund drei Stunden überschaubar. Sportlich trennen beide Teams allerdings 18 Punkte in der Tabelle – Rang vier für die Häfler vom Bodensee, Rang zehn für die Gastgeber aus Baden. Im Hinspiel in der SPACETECH ARENA wurde der VfB seiner Favoritenrolle gerecht und gewann deutlich mit 3:0. Die Vorzeichen für das Rückspiel sind dennoch andere.
Anfang Dezember musste Karlsruhe ohne etatmäßigen Diagonalangreifer antreten – eine personelle Situation, die sich inzwischen geändert hat. Beide Angreifer stehen zur Verfügung, was das Offensivspiel der Gastgeber deutlich variabler macht. „Man kann das erste Spiel kaum mit diesem vergleichen“, sagt VfB-Cheftrainer Adam Swaczyna. „Karlsruhe war damals nicht mit komplettem Kader angereist. Wenn sie offensiv ins Rollen kommen und einen guten Tag erwischen, können sie – gerade zuhause – sehr unangenehm werden.“
Hinzu kommt ein organisatorischer Faktor: Der VfB reist erst am Spieltag selbst an. Ein Abschlusstraining in der Lina-Radke-Halle wird es nicht geben. Für Swaczyna ist das jedoch kein entscheidender Nachteil: „Wir haben das in Freiburg genauso gemacht. Entscheidend ist unsere mentale Herangehensweise. Wir müssen direkt nach der Ankunft fokussiert sein, uns gut aufwärmen und das Spiel aggressiv angehen.“
Ungewöhnlich bleibt der Ablauf dennoch. Tagesreisen sind für die Häfler inzwischen selten geworden. In Karlsruhe bleibt das Team zwar über Nacht – allerdings erst nach dem Spiel. Denn schon am nächsten Tag geht es weiter: Per Bus reist der VfB nach Poitiers, wo am Mittwoch das nächste Duell im CEV Volleyball Cup ansteht. „Der Spielplan ist anspruchsvoll, aber genau für solche Wochen arbeiten wir“, ordnet Swaczyna ein. „Wichtig ist, dass wir die Energie hochhalten und uns nicht mit dem beschäftigen, was in drei Tagen ist, sondern mit dem, was direkt vor uns liegt.“ In Frankreich wartet eine Mammutaufgabe, denn nur ein klarer Sieg mit anschließendem Erfolg im Golden Set würde das Team von Adam Swaczyna noch unter die letzten acht Mannschaften im Europapokal bringen.
Gerade weil das Ligaspiel zwischen den beiden Partien gegen Alterna SPVB Poitiers liegt, könnte man vermuten, Karlsruhe diene als Generalprobe für den internationalen Auftritt. Diese Sichtweise teilt Swaczyna jedoch nicht: „Wir können es uns nicht leisten, das Spiel gegen Karlsruhe als Übung zu betrachten. Es ist ein Konkurrenzspiel mit enormer Bedeutung für die Tabelle. Wir brauchen diese Punkte.“
Für den VfB ist es deshalb keine Zwischenstation – sondern eine klare Pflichtaufgabe.