| 24. Februar 2026 | Zurück zur Artikelübersicht » |
Vor vielen Jahren, noch bevor sein Name in der Volleyballwelt ein Begriff war, entstand bei einem kleinen Jungen aus Thüringen ein großer Traum. „In meiner Zeit am Volleyballinternat Frankfurt war ich einmal bei einem DVV-Pokalfinale in Halle/Westfalen. Seit diesem Ausflug war es mein großer Traum, selbst einmal dieses Finale zu erreichen“, erzählt der heute 28-Jährige. Der Traum vom Endspiel blieb – auch wenn das Finale inzwischen von Halle in die Mannheimer SAP Arena umgezogen ist. Der Weg dorthin war allerdings steinig.

Tim Peter erfüllt sich in Mannheim einen Kindheitstraum | Bild: Alexander Hoth
Bereits mit 19 Jahren unterschrieb Tim Peter seinen ersten Vertrag in der Bundesliga. Schon in seiner Premierensaison 2017/18 stand er mit den WWK Volleys Herrsching im Halbfinale – doch dort war Endstation. In den folgenden Jahren scheiterte Peter mit seinem Team drei weitere Male in der vorletzten Runde. „Obwohl ich so oft im Halbfinale war, sollte es einfach nicht sein“, sagt er rückblickend. Dass er schließlich nach Friedrichshafen wechselte und Herrsching es kurz darauf selbst ins Finale schaffte, bringt ihn heute zum Schmunzeln. „Es fühlte sich schon ein bisschen so an, als läge ein Fluch auf mir.“
In der aktuellen Saison nahm der Außenangreifer einen neuen Anlauf. Wieder Halbfinale – diesmal gegen den Titelverteidiger aus Berlin. Peter zeigte eines seiner stärksten Spiele überhaupt, seine Mannschaft bezwang den Favoriten in spektakulären fünf Sätzen. Doch noch während der Partie musste sich Mannschaftsarzt Patrick Frei um ihn kümmern: Im vierten Satz war Schluss, später folgte die Diagnose Ermüdungsbruch im Mittelfuß. Das Finale war zum Greifen nah – und für ihn persönlich plötzlich wieder in Gefahr. „Das war ein ganz merkwürdiges Gefühl. Du freust dich riesig mit der Mannschaft, aber für dich selbst fühlt es sich wie ein hartes Ende an.“
Aufgeben kam für Tim Peter jedoch nicht infrage. Er arbeitete intensiv an seinem Comeback. „Gegen Ludwigsburg stehe ich wieder auf dem Feld“, hatte er angekündigt – und er hielt Wort. Im dritten Satz erhob sich die gesamte SPACETECH ARENA, als der Publikumsliebling eingewechselt wurde. „Ich habe in den letzten Wochen sehr hart dafür gearbeitet, in Mannheim dabei sein zu können. In welcher Form ich am Ende bin und wie viel ich ins Spiel eingreifen kann, wird man sehen. Aber es sieht so aus, als würde ich im Kader stehen. Es bedeutet mir unglaublich viel, endlich meinen Kindheitstraum verwirklichen zu können.“