VfB will im Retro-Trikot Rang drei verteidigen

12. März 2026 Zurück zur Artikelübersicht »

Wenn der VfB Friedrichshafen am Samstag (14. März, 18:30 Uhr, live bei Dyn) in der SPACETECH ARENA auf den TSV Haching München trifft, steht nicht nur ein wichtiges Bundesligaspiel auf dem Programm. Mit einem großen Retro-Spieltag feiert der Rekordpokalsieger gleichzeitig die Gründung seiner Volleyball GmbH in der Saison 2000/01.

Tim Peter (rechts) stand zuletzt wieder in der Startformation | Bild: Alexander Hoth

Vergangene Woche hoffte der VfB Friedrichshafen noch, mit zwei Siegen gegen den VCO Berlin und die cerebricks Volley Goats den vierten Platz vor den Playoffs vorzeitig sichern zu können. „Sicherheit und Zeit, sich auf die Endrunde vorzubereiten“, erhoffte sich Cheftrainer Adam Swaczyna davon. Die Häfler lieferten sportlich ab – und profitierten gleichzeitig von der deutlichen Niederlage des bis dahin Drittplatzierten aus Düren gegen Aufsteiger Ludwigsburg. So wurde aus dem sicheren vierten Platz plötzlich Rang drei, den der VfB mit drei Siegen aus den letzten drei Ligaspielen sogar ohne Schützenhilfe verteidigen könnte.

Rechenspiele, die Swaczyna allerdings nur am Rande interessieren. Der Blick des Trainers richtet sich bereits stärker auf die entscheidende Phase der Saison. „Es wird vor allem darum gehen, wie wir selbst in den Playoffs spielen. Wenn wir ein hohes Niveau halten, ist der Gegner erst einmal egal. Das Wichtigste ist jetzt unsere körperliche Verfassung“, erklärt er. „Wir wollen für die Playoffs in der bestmöglichen Form sein. Da bleibt uns nicht mehr viel Zeit zu experimentieren.“ Am Samstag steht schließlich bereits das vorletzte Heimspiel der regulären Saison an.

Ein wenig kurios ist die Partie auch aus einem anderen Grund: Fürs Erste wird es das letzte Aufeinandertreffen mit dem TSV Haching München sein. Die Rand-Münchener gaben zuletzt ihre Fusion mit den WWK Volleys Herrsching bekannt. Ab der Saison 2026/27 wollen die beiden Clubs gemeinsam als WWK Volleys München auf Titeljagd gehen. Vielleicht bringt dieser Zusammenschluss einen ähnlichen Schub wie einst die Gründung der Volleyball GmbH in Friedrichshafen.

Im Jahr 2000 wurde die Volleyball-Abteilung des VfB in eine GmbH ausgegliedert – ein Schritt, der den Profivolleyball am Bodensee nachhaltig prägte. Die Entscheidung brachte mehr Professionalität, zahlreiche nationale Titel und sieben Jahre später mit dem Gewinn der Champions League den größten Erfolg der Clubgeschichte. Christian Pampel, heute Cheftrainer im benachbarten Mimmenhausen, erlebte diese Zeit als Spieler des VfB hautnah. „Im Laufe der Jahre konnte ich beobachten, wie Friedrichshafen immer professioneller geworden ist“, sagt er rückblickend. „Da hat sich gezeigt, dass sich wirklich etwas entwickelt und gute Strukturen aufgebaut wurden.“

Strukturen, die auch Adam Swaczyna sehr schätzt. „Es hilft uns enorm, dass hier alles so professionell funktioniert“, sagt der VfB-Cheftrainer. „Wir müssen uns eigentlich um nichts anderes kümmern als um Volleyball. Diese Entlastung durch das Umfeld hilft uns sehr.“

Zum Jubiläum werden die Häfler Spieler gegen Haching in Retro-Trikots aus der Saison 2000/01 auflaufen. Diese sind mit Spielbeginn im Onlineshop der Häfler Volleyballer in limitierter Stückzahl zu erwerben. Außerdem sammelt der VfB Friedrichshafen mit einer Tombola Spenden für das Projekt „Volleyball macht Schule“. Die Begegnung ist bis auf wenige Resttickets ausverkauft und wird live beim Streamingpartner Dyn übertragen.