Klarer Sieg gegen Haching

14. März 2026 Zurück zur Artikelübersicht »

Anfang der 2010er Jahre war es eines der Topduelle im deutschen Volleyball: Immer wieder lieferte sich das damalige Generali Haching mit dem VfB Friedrichshafen packende Kämpfe um Titel. Am Samstagabend in der Häfler SPACETECH ARENA waren die Vorzeichen jedoch andere. Während Friedrichshafen Rang drei in der Tabelle verteidigen wollte, sind die Bayern – die in der kommenden Saison mit dem Ligakonkurrenten aus Herrsching fusionieren werden – als Tabellenelfter bereits frühzeitig aus dem Rennen um die Playoffs ausgeschieden. Entsprechend klar entschied der Favorit vom Bodensee das Duell mit 3:0 (25:12, 25:17, 25:16) für sich.

Zum Retro-Spieltag, bei dem die Häfler in besonderen Trikots anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Volleyball GmbH aufliefen, begann Cheftrainer Adam Swaczyna mit Simon Kohn, Tim Peter, Marcus Böhme, Gustavo Maciel, Kyle Hobus, Aleksa Batak und Libero Lenny Graven. Hobus setzte gleich mit zwei Blockpunkten die ersten Ausrufezeichen (2:0, 5:0) und sorgte für einen Raketenstart der Gastgeber. Maciel und Böhme (11:7, 13:8) taten es dem US-Amerikaner wenig später gleich.

Die Häfler hatten wenig Probleme mit den Angriffen der Hachinger und blockten im ersten Durchgang gleich siebenmal erfolgreich. Auch im Aufschlag war der Vizepokalsieger den Gästen überlegen. Kohn (18:10) und Maciel (23:11) servierten die direkten Aufschlagpunkte Nummer zwei und drei. Insgesamt erspielte sich der VfB 13 Satzbälle – den zweiten verwandelte Peter zum 25:12.

Der zweite Durchgang begann zunächst mit einer kleinen Simon-Kohn-Show. Erst glich der junge Außenangreifer zum 4:4 aus, dann setzte er mit seinen Aufschlägen den Annahmeriegel der Gäste massiv unter Druck, sodass seine Mannschaftskollegen leichtes Spiel hatten (10:4).

Friedrichshafen hatte die Partie im Griff und zeigte zwischendurch auch das ein oder andere Kabinettstückchen. Gleichzeitig kämpften die Häfler um jeden Ball in der Abwehr – etwa beim Punkt von Hobus zum 17:9. Swaczyna brachte Daniel Habermaas und Corey Chavers für Batak und Hobus, was Haching zu einer Aufschlagserie nutzte (18:14). Maciel (20:14, 22:15) und Böhme (24:17) stellten mit Blocks jedoch schnell wieder klare Verhältnisse her. Böhme machte schließlich auch den zweiten Satz zum 25:17 zu.

Auch im dritten Durchgang dauerte es nicht lange, bis die ausverkaufte SPACETECH ARENA jubeln durfte. Tim Peter rettete einen Ball artistisch mit dem Fuß, Lenny Graven streckte sich in der Abwehr – und der scheinbar verlorene Punkt ging doch noch an den VfB (10:7). Maciel blockte später noch Florian Krenkel (16:10) und zog damit in dieser Statistik mit dem späteren MVP Marcus Böhme gleich. Der ließ sich das jedoch nicht nehmen und und holte sich beim Matchball die Führung in dieser Disziplin zurück – und damit auch den 25:16-Endstand.

„Wir wussten Mitte der Woche noch nicht genau, wer für das Spiel fit sein würde. Aber es hat sich dann schon herauskristallisiert, dass die Jungs, die heute auf dem Feld standen, richtig gut drauf waren“, sagte Swaczyna, der auf die verletzten Louis Kunstmann, Parker Van Buren und Jonas Van Huizen verzichten musste. „Ich habe vor dem Spiel mit Marcus gescherzt, dass er in seinem Alter dieses Retro-Trikot eigentlich noch im Schrank haben müsste. Vielleicht hat ihn das beflügelt. Aber nicht nur er hat heute gut gespielt – die ganze Mannschaft war in einer prima Verfassung.“

Mit den drei Punkten klettert der VfB Friedrichshafen wieder auf Rang drei der Tabelle. Sollten die Häfler auch ihre beiden verbleibenden Partien der Hauptrunde gewinnen, hätten sie es selbst in der Hand, als Drittplatzierter in die Playoffs zu gehen. Der nächste große Prüfstein wartet bereits am kommenden Mittwoch (18. März, 19:00 Uhr, Tickets unter zuhause-aufschlagen.de), wenn in der SPACETECH ARENA das Duell mit dem Tabellenfünften Helios Grizzlys Giesen ansteht.