Monstersatz bringt VfB auf die Siegerstraße

18. März 2026 Zurück zur Artikelübersicht »

Der VfB Friedrichshafen ist dem dritten Platz nach der Hauptrunde einen Schritt nähergekommen. Am Mittwochabend gewannen die Häfler ihr vorletztes Ligaspiel vor den Playoffs gegen die Helios Grizzlys Giesen mit 3:0 (44:42, 25:23, 25:18). Vor allem im extralangen ersten Satz musste das Team um Kapitän Aleksa Batak geduldig bleiben, steigerte sich im weiteren Verlauf der Partie aber deutlich.

Kyle Hobus holte sich gegen Giesen den MVP-Titel | Bild: Alexander Hoth

Allein der erste Durchgang hätte genug Stoff für einen ganzen Krimi geliefert. Insgesamt 86 Ballwechsel wurden gespielt, ehe der Satz entschieden war. Der VfB Friedrichshafen, der ohne die verletzten Louis Kunstmann und Parker Van Buren, dafür mit Jonas Van Huizen, Vojin Cacic, Marcus Böhme, Gustavo Maciel, Kyle Hobus, Aleksa Batak und Lenny Graven in die Partie ging, hatte zunächst vor allem mit den starken Aufschlägen der Gäste zu kämpfen und lag scheinbar uneinholbar mit 21:24 zurück.

Doch Trainer Adam Swaczyna bewies ein glückliches Händchen, als er Simon Kohn für Van Huizen aufs Feld schickte. Der gebürtige Ulmer brachte mit seinen Aufschlägen neuen Druck ins Spiel, sodass Böhme mit einem Block den Ausgleich erzielte (24:24). In der Folge entwickelte sich ein dramatischer Schlagabtausch: Insgesamt neun Satzbälle konnten die Häfler zunächst nicht nutzen und mussten ihrerseits mehrere Satzbälle abwehren (33:33, 39:39). Vor allem Cacic sorgte mit starken Aufschlägen immer wieder für Entlastung. Kohn blockte Rura (42:41), Maciel punktete über die Mitte (43:42) und Hobus verwandelte schließlich den zehnten Satzball mit einem kraftvollen Angriff auf die Linie zum 44:42.

Die SPACETECH ARENA tobte noch, als Giesen besser in den zweiten Satz startete (1:5). Maciel (Block zum 2:5) und Hobus mit zwei Assen (3:5, 4:5) brachten den VfB jedoch schnell wieder heran. Batak überzeugte mehrfach im Block (17:14, 18:16), während der eingewechselte Tim Peter mit seinem Service zusätzlichen Druck erzeugte (21:18). Friedrichshafen hatte das Spiel nun unter Kontrolle, auch wenn Giesens Lars Migge mit starken Aufschlägen kurzzeitig für Spannung sorgte (23:22). Am Ende setzte der Ex-Häfler Jakob sein Service neben die Seitenlinie – 25:23.

Der dritte Durchgang begann mit Aufschlagfehlern auf beiden Seiten, ehe Cacic dem eingewechselten Jan Röhling einen Zuspielertrick vereitelte (7:4). Bei den Gästen ließ die Intensität nun etwas nach, während Hobus endgültig heiß lief (13:8, 16:10). Van Huizen trug sich ebenfalls noch in die Blockstatistik ein (23:15) und erspielte mit einem gefühlvollen Angriff den Matchball (24:17). Peters Aufschlag brachte noch einmal einen Punkt für Giesen (24:18), doch Hobus machte mit seinem Angriff den Sack zu (25:18). Der VfB sicherte sich damit in einer intensiven Partie verdient drei Punkte.

„Wir waren im ersten Satz am Ende ein bisschen nervös und haben zu viele Fehler gemacht, aber im entscheidenden Moment sind die Jungs cool geblieben. Auch der zweite Satz war noch etwas schwierig, im dritten ging es dann deutlich leichter. Es ist wichtig, auch solche Spiele klar zu gewinnen – deshalb bin ich sehr zufrieden“, sagte Cheftrainer Adam Swaczyna nach dem Spiel. „Jetzt haben wir noch ein Spiel, um den dritten Platz zu sichern. Das dürfen wir nicht auf die leichte Schulter nehmen. Auch bei den Netzhoppers müssen wir sehr gut spielen, um zu gewinnen.“

Mit 64 Punkten bleibt der VfB Friedrichshafen damit auf Rang drei der Tabelle, dicht gefolgt von den punktgleichen SWD powervolleys Düren. Am letzten Spieltag am kommenden Samstag (21. März, 19:00 Uhr) haben die Häfler es nun in eigener Hand, mit einem Sieg gegen die Netzhoppers Königs Wusterhausen als Drittplatzierter in die Playoffs zu gehen. Der Gegner für das erste Viertelfinale am 29. März (17:00 Uhr) steht noch nicht fest, Tickets für die Begegnung sind aber bereits jetzt unter zuhause-aufschlagen.de erhältlich.