Fokus statt Rechnerei

20. März 2026 Zurück zur Artikelübersicht »

Noch ein letztes Mal packen die Häfler Volleyballer ihre Koffer, um für ein reguläres Ligaspiel durch die Republik zu reisen. Normalerweise treffen sie auf die Netzhoppers in deren Heimatstadt Königs Wusterhausen, doch diesmal fährt der Bus des VfB Friedrichshafen nach Potsdam. Am Samstag (21. März, 19:00 Uhr, live bei Dyn) treten die Häfler in der MBS Arena gegen den Tabellensiebten an. Grund dafür ist der gemeinsame „Volleyball Day“, bei dem die beiden Volleyballclubs aus Brandenburg – der SC Potsdam und die Netzhoppers – ihre Kräfte bündeln.

Das Hinspiel gewann Friedrichshafen mit 3:0 | Bild: Alexander Hoth

Am letzten Spieltag der Hauptrunde sind – mit Ausnahme des VCO Berlin – alle Teams zeitgleich im Einsatz. Zwar stehen die Teilnehmer der Playoffs bereits fest, die endgültigen Viertelfinal-Konstellationen sind jedoch noch völlig offen. Seit Tagen werden verschiedenste Szenarien durchgerechnet. Cheftrainer Adam Swaczyna möchte sich an diesen Spekulationen jedoch nicht beteiligen: „Ich mag es nicht, zu viel zu rechnen oder mir einen bestimmten Gegner zu wünschen. Das macht mich eher unruhig. Wichtig ist nur mein Team – wie wir spielen und wie wir uns mental vorbereiten.“

Gerade die mentale Komponente hebt Swaczyna im Hinblick auf die Partie am Samstag besonders hervor: „Sie haben nichts zu verlieren und können befreit aufspielen“, sagt er über die Netzhoppers, die nicht als Favorit in die Begegnung gehen und entsprechend wenig Druck verspüren. „Für uns gibt es hingegen einen gewissen Druck, weil wir wissen, dass wir keine Punkte liegen lassen dürfen. Wenn man so denkt, kann man angespannt werden – das müssen wir vermeiden.“

Auch wenn man die Rechnerei möglichst ausblendet, zeichnet sich bereits ein mögliches Szenario ab: Sollte der VfB den dritten Tabellenplatz behaupten, könnte Ludwigsburg der wahrscheinlichste Gegner im Viertelfinale sein. Allein die kürzere Anreise wäre dabei ein möglicher Vorteil. „Das könnte uns entgegenkommen“, sagt Swaczyna, schiebt jedoch hinterher: „Ludwigsburg hat über die Saison hinweg gezeigt, wie stark sie zu Hause sind. Das ist definitiv kein einfacher Gegner.“

Wenn die Häfler am Sonntagmorgen nach Friedrichshafen zurückkehren, steht endgültig fest, auf wen sie im Playoff-Viertelfinale treffen. Egal ob Königs Wusterhausen, Ludwigsburg oder die Grizzlys aus Giesen – für Adam Swaczyna ist die Marschroute klar: „Wir müssen uns auf uns konzentrieren. Wenn wir unser Niveau abrufen, können wir sehr weit kommen.“