| 29. März 2026 | Zurück zur Artikelübersicht » |
Der erste Schritt in Richtung Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft ist getan. Am Sonntagabend besiegte der VfB Friedrichshafen im ersten Playoff-Viertelfinale der Best-of-Three-Serie die Barock Volleys MTV Ludwigsburg mit 3:0 (25:20, 26:24, 25:19). Die Häfler überzeugten vor allem mit hohem Aufschlagdruck und einem starken Außenangreifer Jonas Van Huizen.

Louis Kunstmann stand nach seiner Verletzungspause wieder in der Starting Six. Sein Ersatzmann Marcus Böhme kam dennoch erneut zum Einsatz, da diesmal der Argentinier Gustavo Maciel pausieren musste. Ansonsten gab es wenig Überraschungen für die Ludwigsburger: Friedrichshafen startete mit Jonas Van Huizen, Vojin Cacic, Kyle Hobus, Aleksa Batak und Libero Lenny Graven.
Es schien, als hätten sich die Häfler taktisch etwas Besonderes für den Auftakt in die Playoffs überlegt, denn Batak suchte auffällig häufig seinen Angreifer Cacic aus dem Hinterfeld – mit Erfolg (4:2, 11:10). Das erste echte Polster erarbeitete sich dann Böhme mit seinem Service, das Cacic zu direkten Punkten nutzte. Insgesamt lag der Unterschied zwischen den beiden Teams in dieser Phase vor allem im Aufschlag. Ludwigsburg hatte Probleme, das eigene Angriffsspiel aufzuziehen (17:14), oder kassierte direkte Asse (19:15). Ein weiteres Ass von Cacic machte schließlich den Deckel auf den ersten Durchgang (25:20).
Friedrichshafen hatte die Partie weitgehend im Griff, ließ zu Beginn des zweiten Satzes jedoch einige Chancen liegen. Gleich fünf Breakbälle vergaben die Angreifer des VfB in der Anfangsphase (12:12). Statt eines komfortablen Vorsprungs entwickelte sich ein enger Satz (20:21, 21:22), auch weil Ludwigsburg immer wieder geschickt die Blockhände der Heimmannschaft nutzte. Die Barock Volleys erspielten sich den ersten Satzball, ließen ihn jedoch ungenutzt (24:24). Dann übernahm Van Huizen Verantwortung, holte sich den Vorteil aus dem Hinterfeld zurück und setzte mit einem druckvollen Aufschlag den Schlusspunkt zum 26:24.
Der knappe zweite Durchgang wirkte wie ein Weckruf. Die Heimmannschaft agierte nun wieder konzentrierter. Omene scheiterte zunächst an Cacic (4:2), später am starken Van Huizen (13:9) und setzte einen weiteren Angriff ins Aus (14:9). Batak fand in der Folge immer wieder den späteren MVP Kunstmann (20:15), während bei Ludwigsburg nicht mehr viel zusammenlief. Cacic hatte für den Matchball noch etwas Besonderes parat und versenkte seinen Angriff im Dreimeterraum des Gegners (25:19).
„Auch wenn wir Ludwigsburg heute vom Netz weggehalten haben, haben sie gepunktet, deshalb war es im zweiten Satz ein bisschen schwierig. Allerdings waren wir in den entscheidenden Momenten da, deshalb bin ich sehr zufrieden“, bilanzierte Cheftrainer Adam Swaczyna. „Wir stellen uns im zweiten Spiel auf einen harten Kampf ein, denn Ludwigsburg hat nichts mehr zu verlieren. Wir müssen cool bleiben und vielleicht ein bisschen besser spielen. Am Ende zählt aber nur der Sieg.“
Mit dem Erfolg geht Friedrichshafen in der Best-of-Three-Serie mit 1:0 in Führung. Schon am kommenden Samstag (4. April, 19:30 Uhr, live bei Dyn) haben die Häfler die Chance, mit einem Auswärtssieg in Ludwigsburg den Einzug ins Halbfinale perfekt zu machen. Sollte ein Entscheidungsspiel nötig sein, treffen beide Teams am 8. April erneut in der SPACETECH ARENA in Friedrichshafen aufeinander. Den Gegner in der Runde der letzten vier Teams ermitteln in der Parallelserie die Berlin Recycling Volleys und die Netzhoppers Königs Wusterhausen.