Charaktertest bestanden – Friedrichshafen zieht ins Halbfinale ein

08. April 2026 Zurück zur Artikelübersicht »

Das Halbfinalticket ist gelöst. Am Mittwochabend gewann der VfB Friedrichshafen das dritte und entscheidende Viertelfinalspiel gegen die Barock Volleys MTV Ludwigsburg mit 3:0 (25:18, 25:20, 25:19). Die stark auftretenden Häfler Volleyballer treffen nun schon am kommenden Samstag (11. April, 18:00 Uhr) auswärts auf die Berlin Recycling Volleys. Tickets für Spiel zwei der Serie am 18. April in der SPACETECH ARENA sind ab sofort erhältlich.

Aleksa Batak mit einem der sieben Häfler Blockpunkten | Bild: Alexander Hoth

Dem Rückkehrer Gustavo Maciel gehörte der erste Häfler Punkt (1:1), seinem Kollegen Jonas Van Huizen dann die folgende Passage der Begegnung. Der Kanadier nahm seiner Mannschaft mit einem Ass (5:3) die erste Nervosität und kam auch aus dem Hinterfeld erfolgreich durch (7:3). Seine Mannschaftskollegen Louis Kunstmann, Vojin Cacic, Kyle Hobus, Aleksa Batak und Lenny Graven nahmen den Schwung mit – und wie. Batak blockte Ben-Simon Bonin (8:4), Kunstmann servierte ein Ass (10:4) und nachdem auch Hobus von der Linie erfolgreich war, waren die Häfler schon weit im ersten Satz enteilt (16:9). Den Schlusspunkt setzte wieder der der spätere MVP: Jonas Van Huizen aus dem Hinterfeld (25:18).

Cacic hatte keine Lust, seinem Außenangreiferkollegen den ganzen Ruhm zu überlassen. Nachdem Kunstmann mit Hilfe der Netzkante erfolgreich war (6:3), blockte der Montenegriner in unwiderstehlicher Manier gegen Omene (8:5). Als Van Huizen (15:8) und Hobus (16:9) ihre Angriffe ins Ziel brachten, war auch dieser Satz fast schon in trockenen Tüchern. Wenn nicht Ludwigsburgs Jan Huber, wie schon am vergangenen Samstag, seine gefürchteten Flatteraufschläge genutzt hätte (17:15). Trotz eigener Aufschlagschwäche in dieser Phase blieb Friedrichshafen aber cool, auch weil Graven nun richtig in der Abwehr stand (23:19). Kunstmann zeigte Bonin am Netz die Grenzen auf und sorgte für den Satzball (24:19), ehe erneut der Ex-Häfler Bonin am Satzgewinn beteiligt war und seinen Aufschlag hinter die Grundlinie setzte (25:20).

Ludwigsburg wechselte auf der Diagonalangreiferposition, was den VfB ein wenig zum Umdenken zwang (2:4). Spätestens als Cacic Adrian Mol zweimal blockte (5:6, 6:6), waren die Verhältnisse wieder in der Reihe. Van Huizen bereitete mit einem Kabinettstückchen in der Abwehr Hobus’ Breakpunkt vor (15:13) und Batak fühlte sich zu einem Ableger inspiriert (16:13). Immer wieder waren es Cacic (17:15, 18:16) und Van Huizen (20:16), die von Zuspieler Aleksa Batak mustergültig bedient wurden. Letztgenannter packte noch ein Ass aus (21:16), während Hobus die feine Klinge bemühte (22:18). Kohn kam noch zum Aufschlag und servierte mit Wirkung, sodass Kunstmann einmal zum Matchgewinn zupacken konnte (25:19).

„Ich habe es heute wirklich genossen, wie die Mannschaft die Aufgabe angenommen hat. Die Jungs waren fokussiert und jederzeit bereit“, war Swaczyna zufrieden. „Nach dem Spiel am Samstag in Ludwigsburg war das keine einfache Aufgabe. Es war wichtig, das Spiel 3:0 zu gewinnen, aber noch glücklicher bin ich darüber, wie wir das geschafft haben.“

Durch den zweiten Sieg im dritten Spiel der „best-of-three“-Serie gegen Ludwigsburg hat der VfB Friedrichshafen als letztes der vier verbliebenen Teams im Kampf um die Deutsche Meisterschaft das Ticket für das Halbfinale gelöst. In maximal drei Begegnungen treffen die Häfler dabei auf den amtierenden Meister Berlin Recycling Volleys. Starten wird die Serie schon am kommenden Samstag (11. April, 18:00 Uhr) in der Berliner Max-Schmeling-Halle, ehe beide Teams am 18. April (20:00 Uhr, Tickets ab sofort verfügbar) am Bodensee aufschlagen. Sollte dann noch kein Sieger feststehen, kommt es am 26. April in Berlin zum Entscheidungsspiel. Im anderen Halbfinale trifft die SVG Lüneburg auf die SWD powervolleys Düren.