| 11. April 2026 | Zurück zur Artikelübersicht » |
Mit 1:3 (31:29, 18:25, 23:25, 17:25) unterlag der VfB Friedrichshafen am Samstagabend im ersten von maximal drei Halbfinalpartien dem amtierenden Meister Berlin Recycling Volleys. Nur im ersten und dritten Satz fanden die Häfler ein Rezept gegen die stark aufschlagenden Hauptstädter. Am kommenden Samstag hat der VfB dann vor heimischer Kulisse die Chance, mit einem Sieg in der SPACETECH ARENA das Entscheidungsspiel zu erzwingen.

Friedrichshafen verliert das erste Duell gegen Berlin | Bild: Andreas Gora
Beide Teams brauchten ein wenig, um in dieses Halbfinale zu finden. Zunächst kamen die Häfler mit dem Berliner Service nicht zurecht (6:11), dann brillierte bei den Gästen Vojin Cacic von der Linie (10:11). Als Jonas Van Huizen dann noch Jake Hanes blockte (12:13) und Louis Kunstmann dasselbe Kunststück gegen Florian Krage-Brewitz und Ruben Schott gelang (17:15), waren die Häfler am Drücker. Moritz Reichert kam bei Berlin für Noah Baxpöhler und so ging es im Gleichschritt in die Crunchtime (24:23, 26:27). Kyle Hobus ließ die Chance zum Satzgewinn zunächst noch liegen (28:28), Van Huizen besorgte ihn schließlich mit dem Aufschlag (31:29).
Die Aufholjagd und der Satzgewinn sorgten jedoch nicht dafür, dass Friedrichshafen weiter Druck machen konnte. Zu oft verfehlten die Aufschläge ihr Ziel (0:1, 3:6). Tim Peter kam für Van Huizen, was Jake Hanes jedoch nicht störte (8:13). Berlin machte weniger Fehler und entwickelte mit zunehmendem Selbstbewusstsein mehr Druck, was Kyle Hobus in Form eines Blocks von Reichert zu spüren bekam (13:21). Bataks Ass gestaltete den Satz noch etwas freundlicher (15:21), allerdings sorgte ein Aufschlagfehler von Gustavo Maciel für den Satzausgleich (18:25).
Zu Beginn des dritten Durchgangs lieferten sich die beiden US-Amerikaner Hobus und Hanes ein kleines Privatduell. Erst stoppte der Häfler den Berliner Diagonalangreifer (8:7), dann revanchierte sich Hanes über der Netzkante (8:10). Auch wenn sich die Häfler streckten, kam Berlin im Verlauf des Satzes zu Breaks (11:14, 14:17), die lange Bestand hatten. Batak blockte noch Reichert (20:22), der eingewechselte Simon Kohn brachte sein Team von der Linie fast noch einmal heran (23:24), schlussendlich ging aber auch dieser Durchgang an die Gastgeber (23:25).
Mit dem 1:2-Satzrückstand war bei den Häflern die Luft raus. Berlin, und vor allem immer wieder der spätere MVP Reichert, dominierte nun die Partie. Marcus Böhme kam noch für Maciel und fügte sich mit einem Block ein (7:10), während auch Kohn nochmals aufs Feld durfte. Berlin sicherte sich aber souverän auch den vierten Satz und damit das Spiel (17:25).
„Berlin hat uns heute mit dem Aufschlag vom Netz gehalten, gut verteidigt und auch sehr gut angegriffen, deshalb kann ich meiner Mannschaft nicht besonders viel vorwerfen“, fasste Cheftrainer Adam Swaczyna den Auftritt seines Teams zusammen. „Wir haben jetzt eine Woche Zeit, um uns auf das zweite Spiel vorzubereiten. Mal sehen – in einer ‚best-of-three‘-Serie ist alles möglich. Wir brauchen kommenden Samstag auf jeden Fall jeden einzelnen Fan, um das dritte Spiel zu erzwingen.“
Am kommenden Samstag (18. April, 20:00 Uhr) kann der VfB dann zuhause die Serie ausgleichen und ein Entscheidungsspiel in Berlin (26. April) erzwingen. Sollte Berlin am Bodensee die Oberhand behalten, zieht der amtierende Meister ins Finale ein. Tickets für den Showdown in der SPACETECH ARENA sind unter zuhause-aufschlagen.de erhältlich.