| 21. Juni 2026 | Zurück zur Artikelübersicht » |
Wer in Polen über Volleyball spricht, kommt an Kędzierzyn-Koźle kaum vorbei. Der Club ZAKSA gehört seit Jahren zu den erfolgreichsten Mannschaften Europas und gewann zwischen 2021 und 2023 – unter Co-Trainer Adam Swaczyna – dreimal in Folge die Champions League. Mit Mateusz Czunkiewicz wechselt nun ein Spieler dieses Topclubs zum VfB Friedrichshafen. Der 29-jährige Libero soll einer jungen Häfler Mannschaft Stabilität und Führungsqualität verleihen.

Czunkiewicz im Trikot von Zaksa Kędzierzyn Koźle | Bild: Zaksa Kędzierzyn Koźle
„Ich spiele jetzt seit 13 Jahren professionell Volleyball“, erzählt Czunkiewicz. Schon früh schaffte er den Sprung in die PlusLiga und entwickelte sich dort über Jahre hinweg zu einem der konstantesten Liberos des Landes. „In dieser Zeit habe ich viel Erfahrung gesammelt. Ich hoffe, dass ich der Mannschaft helfen kann, um die höchsten Ziele zu kämpfen.“
Diese Erfahrung war einer der Hauptgründe für das Interesse des VfB Friedrichshafen. Cheftrainer Adam Swaczyna kennt die Qualitäten seines Landsmanns genau. „Mateusz hat fast seine gesamte Karriere in der PlusLiga verbracht. Er war in den vergangenen Jahren einer der besten Annahmespieler in Polen und sicher auch einer der besten Liberos in der Abwehr“, sagt der Trainer. „Er bringt unglaublich viel Erfahrung und vielleicht noch mehr Motivation mit. Mateusz ist ein Leader und das tut einer Mannschaft mit vielen jungen Spielern sehr gut.“
Dabei sieht sich Czunkiewicz, der vergangenen Sommer auch zum erweiterten Team der Nationalmannschaft gehörte, selbst nicht als klassischen Mentor. „Ich bin doch auch noch jung“, lacht der 29-Jährige. Trotzdem weiß er, welche Rolle ihm in Friedrichshafen zukommen könnte. „Ich werde im Training das machen, was ich immer mache. Vielleicht kann das für den einen oder anderen ein Vorbild sein. Für mich sind die wichtigsten Dinge eine gute Atmosphäre in der Mannschaft und dass jeder jeden Tag sein Bestes für das Team gibt.“
Der Wechsel zum VfB ist für den Libero gleichzeitig ein persönlicher Meilenstein. Seit Beginn seiner Karriere träumte Czunkiewicz davon, einmal im Ausland zu spielen. Nach zahlreichen Erfolgen in Polen erfüllt sich dieser Wunsch nun am Bodensee. „Ich freue mich riesig auf diese Erfahrung. Ich kann es kaum erwarten, in einer wunderschönen Stadt anzukommen und die Atmosphäre rund um die Spiele zu erleben.“
Seine Ziele für die kommende Saison formuliert der polnische Nationalspieler dabei denkbar einfach. „Ich habe immer die höchsten Ziele. Ich möchte alles gewinnen“, sagt Czunkiewicz. Persönliche Auszeichnungen interessieren ihn dagegen wenig. „Das Wichtigste ist die Mannschaft.“ Eine Einstellung, die in Friedrichshafen bestens ankommen dürfte.