Vertrauen in den Weg: VfB verlängert mit Trainerduo Gosztyla und Ziolkowski

05. August 2026 Zurück zur Artikelübersicht »

Der VfB Friedrichshafen setzt neben dem Spielfeld auf Kontinuität. Co-Trainer Patryk Gosztyla und Athletiktrainer Justin Ziolkowski haben ihre Verträge verlängert und werden auch in der kommenden Saison zum Trainerteam von Cheftrainer Adam Swaczyna gehören. Während Gosztyla nach einem volleyballfreien Sommer mit frischer Energie an den Bodensee zurückkehrt, reist Ziolkowski als frischgebackener Sieger der Volleyball Nations League mit der polnischen Nationalmannschaft nach Friedrichshafen.

Das Duo Gosztyla und Ziolkowski wird auch in der kommenden Saison beim VfB an der Seitenlinie stehen | Bild: Alexander Hoth

Hinter dem Trainerteam liegt eine Saison, die von zahlreichen Rückschlägen geprägt war. Verletzungen und ein eng getakteter Spielplan machten die Arbeit nicht einfacher. Dennoch führte der Weg den VfB ins Pokalfinale und am Ende auf den dritten Platz der Bundesliga. „Wir hatten schon eine sehr herausfordernde Saison. Dazu kam, dass für die Teams, die international unterwegs waren, der Spielplan wahnsinnig dicht war“, gibt Patryk Gosztyla zu. „Wenn man das alles betrachtet, können wir mit dem zweiten Platz im Pokal und Bronze in der Meisterschaft zufrieden sein. Gleichzeitig haben wir gesehen, dass unser Konzept zum Ende der Saison immer besser funktioniert hat. Wer weiß, was mit ein bisschen mehr Pausen und ein bisschen weniger Verletzungen möglich gewesen wäre.“

Der Pole nutzte den Sommer bewusst dafür, für eine Pause. „Ich habe ein bisschen Abstand vom Volleyball gebraucht und war viel mit meiner Freundin auf Reisen, um die Batterien neu aufzuladen. Jetzt bin ich bereit, mich den neuen Aufgaben zu stellen.“ Große Ziele formuliert Gosztyla dabei bewusst nicht. „Ich versuche, keine Erwartungen zu haben, sondern unserem Weg zu vertrauen. Ich bin mir sicher, dass sich das Vertrauen des Clubs in Adam auszahlen wird – und auch für mich. Ich möchte noch sehr viel lernen. Wenn man das Erwartungen nennen kann, dann sind sie das.“

Während der 35-jährige Gosztyla den Sommer zur Erholung nutzte, stand Justin Ziolkowski auf der größten Volleyballbühne der Welt. Als Athletiktrainer der polnischen Nationalmannschaft verteidigte er den Titel in der Volleyball Nations League – nach einem Finale gegen die USA, das an Spannung kaum zu überbieten war. „Es fühlt sich großartig an. Wir haben in den vergangenen drei Monaten hart gearbeitet. Einen Titel zu gewinnen ist schon schwierig, ihn zu verteidigen aber noch viel mehr“, sagt Ziolkowski. „Dieses Finale war wirklich hart. Es hat uns alles abverlangt. Deshalb fühlt sich dieser Sieg umso besser an.“

Die Erfahrungen aus dem Kreis der Weltklasse-Spieler möchte der 28-Jährige nun wieder nach Friedrichshafen mitbringen. „Jeder Sieg motiviert dich, noch härter zu arbeiten. Wenn du Teil einer Gruppe aus Top-Volleyballern und einem erstklassigen Trainerteam bist, versuchst du, alle positiven Eigenschaften aufzusaugen. Dort gibt es keinen Platz für Mittelmaß. Du musst jeden Tag alles geben. Eine Silber- oder Bronzemedaille interessiert dich nicht – du willst immer Gold und der Beste sein. Ohne diese Einstellung gewinnst du vielleicht ein oder zwei Titel, aber du wirst nicht über Jahre hinweg erfolgreich sein.“