Kein Sieg, aber viele Erfahrungen in Verona

24. September 2026 Zurück zur Artikelübersicht »

Der VfB Friedrichshafen verliert am Ende der zweitägigen Reise nach Verona zwar mit 1:3 (15:25, 25:27, 21:25, 26:24) gegen die Gastgeber von Rana Verona Volley, nimmt aber eine Menge Erfahrungen mit zurück an den Bodensee.

Gelungener deutsch-italienischer Austausch in Verona | Bild: Verona Volley

Zeit für eine Stadtführung rund um die Arena in der „Romeo-und-Julia-Stadt“ war am Ende zwar nicht, sportlich konnte das Team von Coach Adam Swaczyna dennoch einiges vom Trip in die Region Venetien mitnehmen. Nach der Anreise am Mittwochnachmittag ging man schon während des gemeinsamen Trainings in der knapp 5000 Menschen fassenden Halle nahe des Fußballstadions von Hellas Verona in den Austausch mit der italienischen Topmannschaft Rana Verona Volley, zum Abschluss des intensiven Zwei-Tages-Trips stand am Mittwoch um 16 Uhr dann noch der offizielle Vergleich mit dem letztjährigen italienischen Pokalsieger auf dem Programm. 

Im zwar für Publikum geöffneten, aber dennoch spärlich besuchten Pala agsm aim begannen bei Coach Adam Swaczyna unter anderem die beiden erst am Vortag zur Mannschaft gestoßenen Stefan Kokeza und Oskar Berg Mikkelsen im Mittelblock, letztgenannter eröffnete dann auch diesen Test nach einem starken Service von Pierre Toledo. Zu Beginn hielten die Häfler Volleyballer gegen den mit zahlreichen Stars gespickten Kontrahenten auch gut mit, Simon Kohn und Stefan Kokeza testeten den italienischen Hallenboden mit ihren erfolgreichen Angriffen zum zwischenzeitlichen 6:5. Dann aber zog Verona an, vor allem Paul Buchegger (seines Zeichens österreichischer Nationalspieler-Diagonalangreifer und damit bestens bekannt mit Adam Swaczyna) und Noumory Keita zeigten ihre ganze Qualität. So konnte es sich das von Co-Trainer Matteo de Cecco betreute Team auch leisten, Star-Zuspieler Micah Christenson gar nicht einzusetzen. Auf dem Feld setzte Pierre Toledo im ersten Durchgang noch ein Highlight gegen den italienischen Dreier-Block, ansonsten war das ganze aber eine durchweg Gelb-Blaue Angelegenheit.

Im zweiten Satz fand Friedrichshafen dann den eigenen Rhythmus, zwei Asse in Folge von Debütant Kokeza sorgten für die 7:3-Führung. Auch ein 8:0-Lauf Veronas brachte den VfB nicht aus dem Konzept, zwei Blocks der beiden neuen Mittelblocker hielten Friedrichshafen auf Augenhöhe. Später hatte man sogar Satzball, drei Aufschläge Veronas später stand aber das 0:2 auf der Anzeigetafel – Noumory Keita hatte kurz mal Ernst gemacht.

Verdient hatten sich die Häfler einen Satzgewinn dank einer couragierten Leistung allemal, Verona hatte daran aber zunächst kein Interesse. Schnell waren die Gastgeber wieder deutlicher in Front, Adam Swaczyna versuchte mit Auszeiten Einfluss zu nehmen. Das gelang auch, lange blieb Friedrichshafen hartnäckig, nach zwei Assen von Rubén Lorente, die dieser auch standesgemäß feierte, war man auf 18:19 dran. Pierre Toledo glich aus, in dem er die Schulter des gegnerischen Blocks fand, ehe Verona nochmal anzog und das 0:3 klarmachte.

Da sich beide Coaches aber sowieso auf einen vierten Satz geeinigt hatten, blieb ja noch eine Möglichkeit, um auf die Anzeigetafel zu kommen. Ein starker Pierre Toledo nahm das Heft in die Hand, streute einen sehenswerten Winkel zum 22:24 ein, Sam Flowerday verwandelte schließlich den Satzball zum 1:3-Endstand.

Trotz der nun ersten Niederlage der Vorbereitung zeigten sich alle im VfB-Lager am Ende zufrieden ob der ansprechenden Leistung und vor allem der Möglichkeit, gemeinsam in Verona weiter an der Form zu arbeiten. „Es ist immer gut, gegen solche Qualität zu spielen. Die zwei Tage haben uns sehr geholfen, als Team zu wachsen. Klar müssen wir noch an uns arbeiten, aber es gab sehr viele positive Dinge“, sagte Außenangreifer Sam Flowerday noch, bevor es zuerst zum Pizzaessen und dann auf die knapp sechsstündige Rückreise an den Bodensee ging.