VfB souverän an der Ostsee

27. Oktober 2026 Zurück zur Artikelübersicht »

Der VfB Friedrichshafen hat den knapp 900 Kilometern getrotzt und in Warnemünde einen souveränen Sieg eingefahren. An der Ostsee siegten die Häfler mit 3:0 und bleiben weiterhin ohne Punktverlust. 

Parker Van Buren zeigte in Warnemünde einen starken Auftritt. | Foto: Thoren Arlt

Dieses Mal war es kein Auf und Ab, dieses Mal war es von Beginn an ein höchst stabiler Auftritt des Swaczyna-Teams. Ohne je einen Zweifel an diesem Auswärtssieg zu lassen, übernahmen die Häfler in Rostock von Beginn an das Kommando und leisteten sich keine Schwächephase. Damit ist der VfB nach drei Spielen in der Liga weiterhin ungeschlagen und festigt seinen Platz in der Spitzengruppe der Volleyball-Bundesliga. „Nach so einem deutlichen ersten Satz ist es nicht ganz so einfach, die Spannung hochzuhalten. Das haben wir geschafft. Es gibt noch ein paar Verbesserungen, die nehmen wir mit, insgesamt war es aber ein schöner Sieg, mit dem ich glücklich bin“, sagte Chefcoach Adam Swaczyna im Anschluss.

In der HanseMesse rotierte der VfB-Coach im Vergleich zu den bisherigen Partien etwas durch. Jonas Van Huizen, Simon Kohn und Parker Van Buren begannen auf Außen und Diagonal, Joris Berkhout erhielt im Zuspiel den Vorzug. Der Mittelblock blieb zunächst unangetastet (Kokeza und Wilson), Libero war wie gewohnt Mateusz Czunkiewicz. In der Messehalle, einer der höchsten Hallen der Liga, eröffnete Jonas Van Huizen den dritten Spieltag, dann kam Simon Kohn zu Beginn zweimal mit Wucht durch. Alexis Wilson blockte schön zum 8:5, kurz darauf zogen die Gastgeber das erste Mal die Auszeit. Weil aber der kubanische Mittelblocker erneut im Block zur Stelle war und Joris Berkhout das Ass nachlegte, musste der SVW beim 11:5 für die Häfler bereits das zweite Mal binnen weniger Minuten das Time-Out bemühen. Der VfB hatte alles unter Kontrolle, ein Van-Huizen-Ass bedeuteten zwischenzeitlich elf Zähler Vorsprung (17:6). Stefan Kokeza blockte nochmal sehenswert zum 23:13, den Satzball nach knapp 25 Minuten verwandelte dann Jonas Van Huizen.

Der Friedrichshafener Block hatte richtig Lust, dementsprechend durfte Alexis Wilson in dieser Manier den ersten Punkt des zweiten Abschnitts markieren. Der Kubaner legte direkt den zweiten Blockpunkt nach, Simon Kohn kachelte den Ball zum 4:4 auf den Hallenboden. Der Nationalspieler besorgte per Ass auch die 8:6-Führung, Warnemünde reagierte mit der Auszeit. Der eingewechselte Oskar Berg Mikkelsen scorte ebenso per Ass zum 16:12, auch Pierre Toledo trug sich gleich zweimal in Folge in die Service-Winner-Liste ein (23:18). Ein Warnemünder Fehler besiegelte dann das 25:19 und das 2:0 nach Sätzen. 

Schnell ging der VfB auch im dritten Abschnitt in Führung. Simon Kohn verwertete den Overpass zum 5:2, dann musste Warnemünde per Auszeit reagieren. Der spätere MVP Kohn war es auch, der per Ass auf 9:3 ausbaute und den VfB mehr und mehr in Richtung Drei-Satz-Sieg manövrierte. Nach einem kleinen Durchhänger ging Alexis Wilson dann wieder seiner Lieblingsbeschäftigung nach, blockte zum 11:6. Nach einem ganz starken Zuspiel von Jonas Van Huizen durfte Parker Van Buren zum 18:14 durchladen, Alexis Wilson verwerte das schöne Zuspiel von Joris Berkhout (20:17). Am Ende war es dann Oskar Berg Mikkelsen, der die drei Punkte für den VfB eintütete.

„Es war sehr cool hier zu spielen, wir kamen mit sehr viel Druck rein. Vor allem unser Block war super. Ich persönlich bin happy, wieder länger auf dem Feld stehen zu können“, resümierte Parker Van Buren nach dem Spiel. Mit nunmehr neun Punkten nach drei Spielen steht der VfB blendend da und kann selbstbewusst in die kommenden Partien gehen.